Adresstypen der QR-Rechnung: Strukturiert vs. kombiniert (Typ S vs. Typ K)
QR-Rechnungen kodieren Adressen auf zwei Arten: strukturiert (Typ S) und kombiniert (Typ K). Seit Ende 2025 werden nur strukturierte Adressen zuverlässig akzeptiert.
Strukturiert (Typ S)
Die Adresse wird in separate Felder aufgeteilt: Name, Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort und Land. Das ist das Format, das der Standard jetzt im QR-Code verlangt.
Die Aufteilung der Felder erlaubt es einer Bezahl-App, jeden Teil gegen Postdaten zu prüfen – deshalb scannen und verarbeiten strukturierte Adressen zuverlässig.
In den QR-Nutzdaten steht jedes Element auf einer eigenen Zeile, sodass das empfangende System genau weiss, welcher Teil die Strasse und welcher der Ort ist.
Das ist das Format, das deine Kundendatensätze speichern sollten, damit jede QR-Rechnung, die du erzeugst, ohne weiteren Aufwand strukturierte Adressen trägt.
- Name, Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort, Land – jedes in einem eigenen Feld.
Kombiniert (Typ K)
Die Adresse steht in weniger Freitextzeilen, etwa "Musterstrasse 12, 8000 Zürich" in einem Feld. Praktisch zum Drucken, aber in den maschinenlesbaren Daten nicht mehr akzeptiert.
Das kombinierte Format war eine Altlast der Bequemlichkeit, die die Adresse in ein oder zwei unstrukturierte Zeilen zusammenführte.
Seit Ende 2025 sind kombinierte Adressen in den Daten der QR-Rechnung nicht mehr gültig. Eine QR-Rechnung, die auf einer kombinierten Adresse aufbaut, verletzt den Standard und scannt möglicherweise nicht.
Die Änderung betrifft die Daten im QR-Code. Die gedruckte Adresse auf der Rechnung selbst darfst du weiterhin nach Belieben formatieren, solange die kodierten Daten strukturiert sind.
Warum es wichtig ist
Eine QR-Rechnung kann vollkommen in Ordnung aussehen, während ihre zugrunde liegenden Adressdaten kombiniert sind – und dann beim Scannen scheitern. Das Erscheinungsbild sagt dir nichts über das Datenformat.
Ist eine Adresse kombiniert, kann die empfangende Bank sie nicht zuverlässig auswerten – deshalb lehnt der Standard sie jetzt rundweg ab.
Der Fehler zeigt sich erst beim Bezahlen, wenn die App des Kunden den Code ablehnt oder die Adresse falsch liest. Dann ist die Rechnung bereits verschickt.
Für Unternehmen, die Adressen noch als Freitextzeilen führen, liegt die Lösung darin, die Daten zu migrieren – nicht einzelne Rechnungen zu flicken.
Migration auf strukturierte Adressen
Teile jede Adresse in deinen Kundendatensätzen in strukturierte Felder auf: Name, Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort und Land. Mache das einmal pro Kunde und lass die Software danach konforme Daten erzeugen.
Achte auf die Hausnummer als eigenes Feld. Der Schweizer Standard erwartet sie getrennt vom Strassennamen, und sie mit dem Strassennamen in ein Feld zusammenzuführen ist eine häufige Fehlerquelle.
Halte bei ausländischen Adressen das Land-Feld korrekt, da das strukturierte Format das Land als eigenes Element enthält.
Erzeuge nach der Migration eine QR-Rechnung neu und mache einen Scan-Test, um zu bestätigen, dass die strukturierten Daten korrekt ausgegeben werden, bevor du dich für den gesamten Kundenstamm darauf verlässt.
- Strukturiert (Typ S) ist jetzt in den QR-Daten Pflicht.
- Kombiniert (Typ K) wird im QR-Code nicht mehr akzeptiert.
- Speichere Name, Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort, Land getrennt.
- Die gedruckte Adresse darf weiterhin frei formatiert werden.
Weiterführende Lektüre — The Swiss QR-Bill Without Errors auf strongwinds.ch: praktische KI-Routinen für Schweizer Freelancer und KMU.
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