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AHV-Beiträge für Selbstständige: Wie sie berechnet werden

25. August 2026 · facturio.ch

Anders als Angestellte, die sich die AHV-Beiträge mit dem Arbeitgeber teilen, zahlen Selbstständige den vollen Beitrag selbst — berechnet auf ihr Netto-Geschäftseinkommen.

Die Grundlage

Dein AHV-Beitrag basiert auf deinem Nettoeinkommen aus selbstständiger Tätigkeit, nach Abzug der Geschäftsausgaben. Die Ausgleichskasse legt den Betrag anhand deiner Buchhaltung und einer Beurteilung deiner Situation fest.

Nettoeinkommen bedeutet dein Erlös abzüglich der Geschäftsausgaben, die du rechtmässig abziehen kannst. Auf dieser Zahl — nicht auf deinem Umsatz — wird der Beitrag berechnet.

In den ersten Jahren arbeitet die Kasse mit Schätzungen und gleicht sie später mit deiner tatsächlichen Buchhaltung ab, sobald diese vorliegt. Rechne mit Anpassungen.

Du meldest der Ausgleichskasse jedes Jahr dein Einkommen, damit sie den Beitrag festlegen kann. Verspätete oder fehlende Meldungen führen zu geschätzten, oft höheren Veranlagungen.

  • Basiert auf dem Nettoeinkommen (nach Abzug der Ausgaben).
  • Von der Ausgleichskasse veranlagt.
  • Direkt von dir bezahlt — kein Arbeitgeberanteil.

Der Satz

Der Satz ist progressiv: Geringere Einkommen zahlen einen niedrigeren Prozentsatz, höhere Einkommen mehr, innerhalb eines festgelegten Bereichs. Zudem gibt es selbst in einem einkommensschwachen Jahr einen Mindestjahresbeitrag.

Die Skala steigt von einem niedrigen Ausgangsprozentsatz für kleine Einkommen bis zu einem Maximum für hohe Einkommen. Sie ist so gestaltet, dass sie über die Einkommensstufen hinweg fair ist.

Selbst in einem Jahr mit wenig oder keinem Einkommen gilt ein Mindestbeitrag. So bleibt dein Versicherungsausweis lückenlos.

Die Ausgleichskasse wendet den Satz des Jahres auf dein veranlagtes Nettoeinkommen an. Du kannst dir die Berechnung erklären lassen, wenn sie unklar ist.

Plane dafür

Weil der Beitrag auf dem Einkommen basiert, lege von jeder Rechnung, die du erhältst, einen Prozentsatz zur Seite. Gängige Praxis ist, rund 10–15 % für AHV und Steuern zu reservieren, damit die Rechnung dich nie überrascht.

Beiträge werden in der Regel periodisch oder auf Rechnung erhoben, mit einer Schlusskorrektur, sobald dein tatsächliches Einkommen feststeht. Sei auf eine Ausgleichszahlung gefasst.

Wächst dein Einkommen stark, wachsen deine Beiträge mit. Überprüfe deinen Reserveprozentsatz, wann immer sich dein Erlös wesentlich ändert.

Halte Privatbezüge vom Geschäft getrennt, damit du immer genug zurückbehalten hast, um die Beitragsrechnungen zu begleichen, wenn sie eintreffen.

Was dir die AHV bringt

Die AHV ist die erste Säule des Schweizer Vorsorgesystems und deckt Alter, Hinterlassene und Invalidität ab. Deine Beiträge begründen deinen Anspruch auf eine künftige Rente.

Kontinuierliche Beiträge über dein Erwerbsleben bestimmen deine spätere Rentenhöhe. Beitragslücken verringern sie — also überspringe einkommensschwache Jahre nicht ohne Beratung.

Neben der AHV deckt dieselbe Zahlung auch die IV (Invalidenversicherung) und die EO (Erwerbsersatzordnung) ab, weshalb sie oft zusammen als AHV/IV/EO genannt werden.

Die Ausgleichskasse führt dein individuelles Konto und kann dir einen Auszug deiner Ansprüche ausstellen. Es lohnt sich, regelmässig zu prüfen, ob dein Konto korrekt ist.

Weiterführende Lektüre — From Payslip to Lohnausweis auf strongwinds.ch: praktische KI-Routinen für Schweizer Freelancer und KMU.

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